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Wahlprognosen - Vorhersage oder Manipulation?

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So alt wie die Wahlprognosen sind so lange besteht die Diskussion - sind sie Wahl-Vorhersagen oder sind sie Wahl-Manipulationen? Wie entstehen sie?

INFRATEST-das-Entstehen-einer-Umfrage

Vergleichen Sie, was die Meinungsforscher für die Wahl vorausgesagt haben - und wie die Bürger tatsächlich abstimmten. In den meisten Umfragen schnitten SPD und Grüne besser ab als beim Endergebnis. Den Absturz der FDP unter die Fünfprozenthürde hat kein Institut prognostiziert. Und keiner hätte den Erfolg der Union so hoch eingeschätzt.

FDP

Am 12. September, zehn Tage vor der Wahl, sahen die Meinungsforscher von Infratest dimap die FDP bei fünf Prozent. Die Forschungsgruppe Wahlen veröffentlichte einen Tag später ihre Prognose: sechs Prozent. Die Meinungsforschungsinstitute Emnid und Allensbach prognostizierten noch zwei Tage vor der Wahl Werte zwischen 5,5 und 6 Prozent für die FDP. Nicht nur die Politiker selbst wurden also vom Wahlergebnis überrascht - auch keiner der Experten hat das desaströse Abschneiden der Liberalen kommen sehen.

FDP-Prognosenabweichungen-bei-der-Bundestagswahl-2013

Grünen

Die Grünen bekamen bei der Bundestagswahl 8,4 Prozent der Stimmen: ein enttäuschender Wert für die Partei und zugleich ein Zeichen für die Ungenauigkeit der Prognosen. Alle Umfragen haben die Partei mindestens bei neun Prozent gesehen, Allensbach sagte Anfang des Monats sogar noch 12,5 Prozent vorher.

Grüne-Prognosenabweichungen-bei-der-Bundestagswahl-2013

SPD

Die SPD (25,7 Prozent) wurde in den jüngsten Prognosen vor der Wahl von sämtlichen Meinungsforschungsinstituten überschätzt. Infratest dimap sah die Sozialdemokraten am 12. September bei 28 Prozent, Forschungsgruppe Wahlen und Allensbach prognostizierten 27 Prozent, Forsa und Emnid jeweils 26 Prozent.

SPD-Prognosenabweichungen-bei-der-Bundestagswahl-2013

AfD

Die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) hingegen wurde von den Meinungsforschern in den vergangenen Wochen stets unterschätzt. Die Prognosen sahen sie rund eine Wochen vor der Wahl bei Werten zwischen 2,5 Prozent (Infratest dimap) und maximal 4,5 Prozent (Allensbach). Tatsächlich schaffte es die AfD auf 4,7 Prozent.

AfD-Prognosenabweichungen-bei-der-Bundestagswahl-2013

Union

Auch mit dem Ergebnis der Union haben die Experten nicht gerechnet: Sie sahen das Bündnis aus CDU und CSU bei maximal 41 Prozent, in den Tagen direkt vor der Wahl wurden die Prognosen noch einmal nach unten korrigiert. Emnid sah die Union am 20. September bei 39 Prozent. Der Wahlabend endete mit Merkels Triumph: 41,5 Prozent.

Union-Prognosenabweichungen-bei-der-Bundestagswahl-2013

Kommunisten

Bei den Kommunisten, die 8,6 Prozent der Stimmen bekamen, ergibt sich ein differenzierteres Bild: Während Infratest dimap die Linken in den Wochen vor der Wahl bei acht Prozent sah, prognostizierte Forsa zwischen neun und zehn Prozent.

Linke-Prognosenabweichungen-bei-der-Bundestagswahl-2013

Piraten

Piraten-Prognosenabweichungen-bei-der-Bundestagswahl-2013


Quelle

Spiegel online (SPON), Zugang 23. 09. 2013

wahlrecht.de

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