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Grüne Verbotis - oder das freiheitliche Gruselkabinett

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von Marc Bettinger

Gezeichnete Artikel geben die Ansicht des Verfasser wieder und entsprechen nicht immer der Meinung der Redaktionsmehrheit des WIKIa.

Die in Deutschland sehr erfolgreiche Partei „Bündnis 90/Die Grünen“, welche in Baden-Württemberg sogar den Ministerpräsidenten stellt, sorgt derzeit im aktuellen Bundestagswahlkampf für Furore.

So fordert die Partei einen verbindlichen „Veggie Day“ pro Woche.

Donnerstags soll in deutschen Kantinen ausschließlich vegetarisch und vegan gekocht werden. Weniger Fleisch zu essen sei gut für die Gesundheit, den Tier- und Klimaschutz. Dies passt in das Gesamtbild der Partei, die seit einigen Jahren unter dem Motto „Am grünen Wesen soll die Welt genesen“ durch Verbote sowie subtilere Methoden wie Lob und Tadel, die Gesellschaft in ihre Richtung umzuerziehen will.

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Weitere Initiativen der Partei waren und sind zum Beispiel:

-Abschaltung der Straßenbeleuchtung ab 24 Uhr, um den Menschen wieder an seinen natürlichen Rythmus zu gewöhnen (Rhein Sieg Kreis)

-Die Frauenquote bei Vorständen und Aufsichtsräten in Unternehmen

-Die Migrantenquote im öffentlichen Dienst

-Das Wochenend-Fahrverbot

-Das Glühbirnenverbot

-Das totale Rauchverbot in Restaurants/Kneipen und Büros sowie Verbot von Zigarettenautomaten

-Das Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen

-Das Zwangspfand für Einwegflaschen und Dosen

-Das Verbot von Heizpilzen und Heizstrahlern

-Das Verbot von Zirkustieren

-Das Verbot von Geldspielautomaten

-Das Verbot von Feuerwaffen, sogar von Luftgewehren(!)

-Das Verbot von Waffenexporten

-Das Verbot von „Lichtverschmutzung“

-Das Verbot von Ponyreiten auf Jahrmärkten

-Das Verbot von Schiefergasförderung (Fracking)

-Das Verbot hoher Mieten und Maklerprovisionen

-Das Verbot von Therapien gegen Homosexualität

-Das Verbot von Limonaden an Schulen

-Das Verbot von Paintball

-Das Verbot von Billigfliegern

-Das Verbot von Elektrorollern

-Das Verbot von SUV

-Das Verbot von mineralölhaltigen Druckfarben

-Das Verbot von Ölheizungen

-Das Verbot von AlkoholwerbungSüssigkeitenwerbungBundeswehrwerbung

-Das generelle Nachtflugverbot

-Das Nachtangelverbot

-Das Verbot von Gentechnik

-Das Plastiktütenverbot

-Das Fütterungsverbot für Enten

-Das Verbot der Pelztierzucht

-Das Verbot von Streusalz

-Das Verbot von Ganzkörperschleiern

-Das Verbot von Kreditausfallversicherungen

-Das Verbot von Flatrate-Angeboten

-Das Verbot der Holzwirtschaft im Schwarzwald

-Das Verbot der 1. Klasse in der Bahn

-Das Verbot des Verkaufs unter Einstandspreis

-Das Verbot „ethnisch homogenisierter“ Schulklassen

-Das Verbot von Sitzenbleiben in der Schule

-Das Verbot von Sonder- und Förderschulen

-Das Verbot von Klonfleisch

-Das Verbot privater Krankenversicherungen durch Einheitszwangsversicherung

-Die Landenteignung zum Hochwasserschutz

-Weitere Einschränkung zulässiger Höchstgeschwindigkeiten: Landstrassen Tempo 80 / Autobahnen Tempo 120

-Weitere Steuererhöhungen bis auf 49% des Einkommens

-Die Abschaffung des Ehegattensplittings (noch höhere Steuern)

-Nicht nur Abschaltung aller Atomkraftwerke, sondern zusätzlich auch aller Kohlekraftwerke innerhalb der nächsten 17 Jahre (Wahlprogramm 2013)

-Den Mindestlohn von 8.50 Euro, also im Umkehrschluss Verbot von Tätigkeiten, die geringer entlohnt werden (ebenfalls Wahlprogramm 2013)

Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Was kommt als nächstes? Einsatz einer „Green-Police“ wie in diesem Audi-Spot? Genereller Verbot aller Benzinfahrzeuge? Gefängnisstrafe oder mehr für „Klimaleugner“?

Um es mit den Worten von Christian Ortner auszudrücken: „Es ist ein etwas eigenartiges Menschenbild, das die heutigen Grünen ihrem politischen Handeln zugrunde legen. Ganz offenbar halten sie den Staatsbürger für eine Art leicht zurückgebliebenen Pflegefall, der nicht für sich selbst sorgen kann und daher einer mütterlich-strengen Obrigkeit bedarf, die ihn stets auf den Weg der Tugend zurückführt.“

Was für ein Unterschied zu den wilden Anfängen der Partei, in denen Pflastersteine gegen Polizisten geschleudert, freie Liebe – leider auch mit Kindern – propagiert und generell spiessiges Verhalten kritisiert wurden. Der Marsch durch die Institutionen hat die einst jugendlichen Weltverbesserer zu mittelalten Spiessbürgern mutieren lassen, zu einem Abziehbild des vermeintlichen Miefs, den die Alt-68er hinter sich lassen wollten. Libertäre Freiheitsfreunde müssen sich heutzutage im Klaren darüber sein, dass „der Gegner“ nicht nur bei Kommunisten und Nationalsozialisten zu suchen ist, sondern auch bei den grünen Gutmenschen. Die Gefährlichkeit dieser liegt nämlich darin, dass sie bei Medien und breiten Bevölkerungsschichten ein hohes Ansehen geniessen und deshalb durchsetzungsfähiger sind. Ökodiktatur? Nein danke! Und nächsten Donnerstag genehmige ich mir ein Jumbo-Jumbo-Cordon Bleu in der Rheinfelder Bierhalle!

Marc Bettinger ist als Finanzanalytiker bei einer Grossbank in Zürich beschäftigt. Der 1981 geborene, deutschstämmige Hobbyautor ist verheiratet und hat ein Kind. Im Jahr 2011 erschien sein Erstlingswerk „Sezession! Baden-Württembergs Weg in die Unabhängigkeit“ in Form einer Novelle.

Quelle: die Zürcherin (mit Ergänzungen durch den Wikia PdV-Sympathisanten).

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